Umfragehelden sind los

„Am 07. August machen wir eine Fahrrad-Tour, Ausreden gibt es keine!“ So lautete Ende Juli die Ansage des Chefs. Weitere Ankündigungen gab es nicht. Wir wurden komplett überrascht, denn die Organisation der Tour übernahmen Steffen und Wiebke. Unsere einzige Aufgabe war, am Freitag mit dem Fahrrad zur Arbeit zu erscheinen. David war deshalb so lieb und hat mich und mein Rad in Bremen, am Weserstadion abgeholt. Die Fahrt war für mich die ideale Gelegenheit, David besser kennenzulernen. Denn, wenn Du unsere Social-Media-Kanäle aufmerksam verfolgst, dann weißt Du, dass wir beide erst seit Kurzem zum Umfragehelden-Team gehören und uns noch gar nicht lange kennen. Wir fanden aber direkt Gesprächsstoff und haben uns u. a. viel über Homöopathie unterhalten. Dabei stellte sich schnell heraus, dass wir oft die gleichen Ansichten vertreten. Nach ca. einer Stunde Fahrt sind wir dann in der Straße von Sascha angekommen. Dort wurde das Auto geparkt und wir radelten zu dritt in die Innenstadt, zu unserem Hauptquartier. Ca. 7 Kilometer später saßen wir am Schreibtisch, mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass um 14.00 Uhr Abfahrt ist und alle Aufgaben erledigt sein müssen. Um Punkt 14.00 Uhr klingelte der Wecker und alle waren startklar. Bevor die Tour begann, wurde noch schnell eine Runde gekickert. Sascha und Wiebke sind gegen Dominic und mich angetreten. Die Partie war hart, schweißtreibend und lang. Letztendlich gewannen Dominic und ich das Duell. Anschließend wurden die Taschen mit Kaltgetränken gepackt und die Tour konnte starten. Die liebe Wiebke hat die Fahrrad-Route geplant und ihre Anforderung war es, uns möglichst viel von der schönen Oldenburger Landschaft zu zeigen.

Gegen 15.00 Uhr startete die Fahrradtour am Markt 23, in Oldenburg. Am Oldenburger Hafen entlang steuerten wir unseren ersten, kleinen Stopp an. Das Q-Partments, dort wohnt derzeit unser Research Manager und wir waren alle ganz neugierig, wie seine Unterkunft ist und wie die Zimmer gestaltet sind. Dem Dominic gefällt sein Appartement so gut, dass er die Wohnungssuche eher mittelmäßig motiviert angeht und am liebsten dort seinen dauerhaften Wohnsitz einrichten würde. Nach einer kurzen Zimmervisite und einem Kaltgetränk haben wir uns wieder auf die Räder geschwungen und radelten weiter der Hunte entlang. Ich muss gestehen, dass ich bereits nach den ersten 5 Kilometern k. o. war und mich am liebsten in die Hunte gesprungen wäre, um mich abzukühlen. Zu meiner Verteidigung, es waren über 30 Grad und die Sonne hatte kein Erbarmen. Glücklicherweise war die Strecke schön und wir fuhren ein angenehmes Tempo.

Irgendwann nach gefühlten, weiteren 10 Kilometern haben wir den Kleinen Bornhorster See erreicht. Es gab Bierchen, Haribos und eine kleine Erfrischung im See. Nach einer weiteren Strecke haben wir unser erstes, großes Etappenziel erreicht, das Zuhause von Steffen. Dort hat uns seine Familie in Empfang genommen. Wir machten es uns im Garten gemütlich und konnten Energie tanken. Irgendwann, wie aus dem Nichts hieß es: „Dominic, Maren, macht die Augen zu!“ Ich dachte „Ohje, was haben die nun vor!“ David und Steffen haben uns einen Bierhelm, gefüllt mit Gin-Tonic aufsetzt und dann hieß es nur „Für euren Einstand! Lasst es Euch schmecken!“ Dominic hatte das Getränk nach kürzester Zeit ausgetrunken, ich war total überfordert, gab mir aber allergrößte Mühe mitzuhalten!

Letztendlich habe ich es geschafft und nach einer eineinhalbstündigen Pause hieß es: „weiter geht’s…“, ich hatte Energie getankt und war wieder bereit, in die Pedale zu treten. Das es beim nächsten Halt auch etwas zu Essen gab, war für mich eine extra große Motivation. Auf dem Weg zum Restaurant fuhren wir an einem idyllischen Radweg entlang. Mitten auf einer Wiese stand ein Bürostuhl. Wir mussten alle lachen und hatte alle den gleichen Gedanken: "Dieser Stuhl wird Dominics erstes Möbelstück sein!“ Nach dem Probesitzen kam Dominic aber zu dem Entschluss, dass der Stuhl ihm optisch nicht zusagt, aber, dass der Stuhl bequemer sei, als die Stühle in unserem Büro!

Nach einer weiteren Strecke haben wir endlich das zweite große Etappenziel erreicht! Die Finca & Bar Celona. Wiebke und Steffen hatten einen Tisch für uns reserviert und die Bedienung brachte uns ruckzuck eine Erfrischung. Da bei uns allen der Hunger enorm war, konnten wir schnell bestellen. Obwohl wir dabei wenig kreativ waren: 3x Schnitzel mit Pommes, 2x Pizza Prosciutti und 1x Wedges. Der Außenbereich vom Restaurant war voll, aber das Celona-Team war top vorbereitet und innerhalb kürzester Zeit hatten wir unser Essen. Alle waren glücklich, gestärkt und konnten sich nach der Stärkung nochmals auf das Rad schwingen. Nun radelten wir Richtung Innenstadt und so langsam kamen wir an Straßen vorbei, die ich kannte. Als wir dann den Julius-Mosen-Platz erreichten, konnte ich mich auch wieder alleine zurechtfinden. Von dort aus fuhren wir in Richtung Büroräume. Aber Dominic war platt und wollte direkt nach Hause. Da der Weg zu nicht mehr weit war, haben wir Dominic schnell zu seinem Appartement gebracht. Als wir endlich wieder im Büro angekommen sind, haben wir erst einmal unser Gepäck abgelegt und ein großes Glas Wasser getrunken. Der Weg in die Bar Celona ist zum Glück nicht weit und wir haben auch direkt einen Tisch gefunden, an dem wir uns niederlassen konnten. Wir bestellten Cocktails und führten Gespräche über verschiedenste Themen. Das Wetter und die gesamte Atmosphäre hätten an dem Abend nicht besser sein können. Aber auch der schönste Abend neigt sich irgendwann dem Ende entgegen. Als Abschluss-Getränk orderte Sascha noch ein Getränk, welches bei ihm und Steffen nostalgische Erinnerungen weckt. Ein Bananen-Weizen. Allein bei dem Gedanken, dieses Getränk zu trinken, war ich pappsatt. Aber Steffen hat sich tierisch darüber gefreut und konnte in Erinnerungen schwelgen. Gegen halb 12 war mein Tiefpunkt erreicht und ich war total erschöpft und wollte nur noch ins Bett und schlafen. Aber ich glaube es ging nicht ausschließlich mir so. Auch der Rest der Truppe war erledigt und freute sich auf eine kühle Dusche und das Bett. Am Markt 23 trennten sich unsere Wege und alle fuhren heim. Damit Wiebke heile und sicher nach Hause kam, hat Sascha sie begleitet. David und ich fuhren zum geparkten Auto zurück und David hatte große Sorge, dass ihm die Augen bei der Autofahrt zufallen. Aber ich habe ihm versprochen, dass ich ihn unterhalten werde und, dass das nicht passieren wird. David war skeptisch, ob ich mein Versprechen einhalten kann – ich um ehrlich zu sein auch. Aber auf den letzten Metern der Radtour kam wieder Leben in mir auf und ich wurde wacher. Die Fahrt nach Bremen verging wie im Flug und plötzlich standen wir vor meiner Haustür und konnten das Auto entladen. 100 km Autofahrt, 30 Kilometer Radtour, viel Gesprächsstoff und ein schmerzhafter Muskelkater später war ich total erschöpft Zuhause. Aber glücklich. Wir haben einen tollen Tag erlebt und viele witzige Erinnerungen gesammelt. Termine wie diese sind so wertvoll und ich konnte meine neuen Arbeitskollegen ganz anders kennenlernen. Ich freue mich nun schon auf das nächste Team-Event.