Hallenfußball via Kickertisch? Geht!

Fußball. Eine Mischung aus Quell gemeinschaftlicher Freude, Begeisterung und Spannung, über Kapitalismus, Werbeeinnahmen und überzogene TV-Gelder, gefolgt von Regeländerungen, Video-Schiedsrichtern und Spielfeldrandkuriositäten, und dann bis hin zu entladender Frustration, Randale-Trolle oder sogar Sinnbefreite mit etwas namens „3. Halbzeit“. Ja, zugegeben, zwischendurch wird auch noch das Runde ins Eckige gezimmert, während Belege von Wettanbietern in der Hand mit Abpfiff zerknüllt werden.

Unser Büro ist ein Fußballtempel. Hier spielt die Legende „Abwehrwand“ – diesen Namen gab ihm ein gewisser „Jules“ einst in Hamburg nach einer Vielzahl gehaltener Unhaltbarer – aka Binäro gegen die „Weser-Sissi“ aka Mucks, der ständig Spielverschiebung durchführt. Das Spielgerät: 52 x 32 cm Holzfeld mit zwei Spielreihen je Team. Binäro nennt es liebevoll „die Hallenfußballversion“ eines Tischkickers.

„Was, Spielverschiebung?“ Ja, und hätte ich einen VAR in Köln, so würde der dies jedes Mal bestätigen können und dem Referee stets eine Mitteilung aufs Ohr schicken. Nein, ernsthafte Fakten: Würde man Schwalben mit seinen Spielfiguren am Tischkicker machen können, wäre er ein Meister dieses Fachs. Er hätte die italienische Ausrichtung – eine Mischung aus Catanaccio und pauschalem Mimimi, während sich die Spieler am Boden mit schmerzverzerrtem Plastikgesicht winden. Okay. Überzogen. Doch ständig verrutscht die Ergebnisanzeige, plötzlich bewegt sich das vollständige Spielfeld „unerwartet“ und diese hochbrisanten, schier unkontrollierbaren Propellermomente (wenn die Spielreihe quasi zum mehrfachen Fallrückzieher ansetzt – hintereinander!). Er wird es leugnen – soviel steht fest. :o)

Das Elend hat nun auch die aufstrebende Macht aus dem Ammerland – Ako – erkannt. In einem scheinbar unbeobachteten Moment informierte er sich über HD-Licht, digitale Ergebnisanzeigen, Ausbauten der Spielfläche und Anhöhung der Stadiontraversen. Offenbar eiferte er einem bekannten Mäzen rund um Brausegetränke nach, denn irgendwas sollte passieren.

An einem Freitag, es war unlängst der 08. März, informierte uns die Zentrale des dzo, man hätte eine Lieferung größeren Ausmaßes angenommen. Da das Team aber schwer beschäftigt war, wurde dies erst am nächsten Werktag in Empfang genommen: Qualität.

Aus Osnabrück traf ein sehr variabler, neuer Tischkicker ein. Leute, ich sag euch: flexible Aufstellungen, ordentliche Höhe, schweres Gerät, verschiedene Bälle und Härtestufen! Damit wird es Mucks deutlich schwerer haben, die Fehlpassquote seiner Gegner nach oben zu treiben. Ob es dann am Spielfeldrand eskaliert, er seine Fans zur dritten Halbzeit anführt … hey, wir wissen es nicht, allerdings hat ihn der Fußballverband des dzo nun unter Beobachtung.

Ich werde Ako nun in die Geheimnisse von 4-2-3-1, 3-1-3-3-0 oder auch 4-3-1-2 einweihen. Damit er eben nicht mit seiner geliebten „schottischen Furche im Mittelfeld“ Distanzschüsse aus allen Positionen zulässt. Er will zwar die Macht aus dem Ammerland werden, aber explizit im Tischkicker schießt Geld keine Tore.

Danke, Ako … das Team freut sich auf krachende Duelle, schwitzige Hände, Siegerposen und Klettern auf die Absperrung. Ehm, sagt … spielt eigentlich noch wer mit Abseitsfalle?